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Orthopädie
Mehr als 2/3 aller Schmerzpatienten geben Beschwerden an den Stütz- und Bewegungsorganen an, d.h. Schmerzen an der Wirbelsäule, den Gelenken, Sehnen, Bändern und der Muskulatur.

Das orthopädische Fachgebiet umfasst die Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation sämtlicher angeborener und/oder erworbener Erkrankungen der Stütz- und Bewegungsorgane einschließlich traumatischer Ereignisse und Veränderungen. Bei entsprechender Weiterbildung umfasst dies auch die Rheumatologie und im Bereich der Behandlung die Manuelle Medizin (Chirotherapie). Infolge der Steuerung der Stütz- und Bewegungsorgane mit Hilfe des Nervensystems ist die Zusammenarbeit mit der Neurologie sehr eng, bei Weichteilerkrankungen entzündlicher Art oder auch Systemerkrankung die Kooperation mit der internistischen Rheumatologie.

Die Manualdiagnostik ermöglicht die Erfassung von Funktionsstörungen, die häufig Ursache von anhaltenden Beschwerden der Stütz- und Bewegungsorgane sind. Anhand der Röntgenuntersuchungen und weiterführenden bildgebenden Verfahren muss der Orthopäde entscheiden, inwiefern das Schmerzbild des Patienten mit möglichen Veränderungen in den bildgebenden Verfahren in Einklang zu bringen ist.

In enger Zusammenarbeit mit den anderen Fachdisziplinen, der Anästhesie, Neurologie und Neurochirurgie, behandeln wir im Schmerz-Zentrum folgende Krankheitsbilder:

  • Schmerzen der Rücken- und Kreuzregion, ggfls. mit Ausstrahlung in die Beine
  • Schmerzen der Hals-Nacken-Region, ggfls. mit Ausstrahlung in den Kopf oder in den Arm
  • Schmerzen bei Bandscheibenerkrankungen
  • Schmerzen infolge einer Wirbelkanalenge (enger Spinalkanal)
  • therapieresistente Gelenk- und Weichteilschmerzen (Rheuma)
  • multilokuläres Schmerzsyndrom, d.h. multiple Schmerzorte am Körper, z.B. in der Muskulatur, an den Sehnen oder Gelenken
  • Schmerzen bei Aktivierung des sympathischen Nervensystems, CRPS ( Morbus Sudeck), Quadrantensyndrom
  • Schmerzen nach operativen Maßnahmen wie nach Bandscheibenoperationen, Wirbelsäulenversteifungen oder Amputationen (Stumpf- oder Phantomschmerz)


Zur Diagnostik stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Labordiagnostik einschließlich Rheumaserologie und Osteoporoseparameter
  • Röntgendiagnostik des gesamten Skeletts einschließlich Schnittbildtechnik
  • Durchleuchtung zur Darstellung veränderter Bewegungsfunktionen
  • Ultraschalldiagnostik aller Gelenke und Weichteile
  • Funktionsuntersuchungen der manuellen Medizin und der Osteopathie
  • diagnostische Lokalanästhesie potentieller schmerzhafter Strukturen an der Wirbelsäule, an Bändern, Gelenken, Muskulatur und Nerven
  • Diskographie/Diskusstimulation: Darstellung der Bandscheibe mit Kontrastmittel zur Abklärung eines möglichen diskogenen Schmerzes


In Abhängigkeit vom Befund setzen wir folgende Therapiemaßnahmen ein:

  • Techniken der manuellen Medizin und der Osteopathie zur Therapie sogenannter Funktionsstörungen, z.B. Gelenkblockierungen oder muskuläre Dysbalancen
  • therapeutische Lokal- und Regionalanästhesie: Injektion therapeutischer Dosierungen von Betäubungsmitteln, ggfls. Cortison, Morphin etc. an die Wirbelsäule, Bänder, Gelenke, Muskulatur und periphere Nerven
  • minimalinvasive Verfahren wie Thermokoagulation (Radiofrequenztherapie) zur Nervenverödung
  • SSPDA: Einbringen unterschiedlicher Medikamente in den Wirbelkanal oder an die Nervenwurzeln zur Abschwellung derselben und Lösen von Verwachsungen
  • PDA-Katheteranlage in den Wirbelkanal zur kontinuierlichen Spülung, Lösen von Verwachsungen

Ansprechpartner

  Dr. med. Thomas Wetterling
Email-Adresse
Tel. (0 61 31) 9 88-5 30
 

 

 

 
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Dr. med.
Thomas Wetterling

   
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