Neurochirurgie
Im neurochirugischen Bereich werden Erkrankungen behandelt,
bei denen durch einen mikrochirurgischen Eingriff eine
Beseitigung oder deutliche Verminderung chronischer oder
akuter Schmerzen möglich scheint bzw. einer fortschreitenden
Schädigung von Nerven oder Rückenmark Einhalt
geboten werden kann.

Schwerpunkte der operativen Tätigkeit
Wirbelsäule
Degenerative Bandscheibenerkrankungen
Lumbale Bandscheibenoperationen mit mikrochirurgischer Technik
Cervikale Bandscheibenoperationen
Rückenmark- und Wurzeldekompression mit Fusion durch
autologes Knochentransplantat, sog. ventrale Fusion nach
Cloward
Stenosen
Beseitigung von Einengungen des Wirbelkanals im Bereich der
Lenden und Halswirbelsäule durch Hemilaminektomie
bzw. begrenzte Laminektomien, sowohl lumbal als auch cervikal

Erkrankungen der peripheren Nerven
Nervenengpasssyndrome aller Art
z.B. Karpaltunnelsyndrom, Nervus Ulnaris Kompressionssyndrom
und Supinator Logen Syndrom an den oberen Extremitäten
Meralgia parästhetika
Kompression des Nervus Peronaeus am Fibulakopf, Tarsaltunnelsyndrom
und Morton Neurome an den unteren Extremitäten
Thoracic outlet Syndrom Dekompression am Abdomen
Ilio Inguinalis Syndrom, Genito Femoralis Syndrom
Sekundär Versorgung von Verletzungen peripherer
Nerven
durch primäre End zu End Nervennaht bei akuten Läsionen,
Mikroneurolyse, Neuromresektionen, Nerventransplantationen
mit Interponaten aus autologen Transplantaten

Spezielle Schmerztherapie:
Implantationen
von elektrischen Rückenmarkstimmulationen
zur Schmerzbeeinflussung bei bestimmten Erkrankungen wie
z.B. Phantomschmerzen nach Amputationen, Sudeck´sche
Erkrankung (reflexsympathische Dystrophie CRPS); Neuropathische
Schmerzen, insbesondere bei Failed-back-surgery Syndrom;
Ulcera und Schmerzen bei ireversibler art. Durchblutungsstörung
sowie Verschlusskrankheiten Implantation von Pumpensystemen
zur kontinuierlichen Medikamentenverabreichung von Morphin
und Baclofen in den Wirbelkanal, z.B. bei tumorbedingten
Schmerzen oder hochgradiger Spastizität im Rahmen
einer Multiplen Sklerose
Sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich
besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem bestehenden Fachdisziplinen
im Hause. So werden Patienten der Neurochirurgie, die einer
weiteren Abklärung bedürfen, z.B. vom Orthopäden
oder Neurologen untersucht und mitbehandelt. Die Anästhesisten
gewährleisten mittels moderner und angenehmer Narkosen
sowie spezieller diagnostischer und therapeutischer Nervenblockaden
Schmerzfreiheit während des Eingriffs und danach.
Die Physiotherapeuten ermöglichen eine frühzeitige
und professionelle Mobilisierung nach den Operationen. Die
Patienten lernen so schnell, selbständig adäquate Übungen
durchzuführen und ihre Alltagskompetenz wieder zu erlangen.
Psychotherapie und Sozialarbeit ergänzen unser Angebot
bei entsprechenden Fragestellungen.
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