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Anästhesie - Diagnostik & Therapie
Akute und chronische Schmerzbilder profitieren von der Diagnostik und Therapie mit regionalen Betäubungsverfahren. Sie werden bei allen Schmerzbildern in Abstimmung mit dem klinischen Befund, den Untersuchungsergebnisse beim Röntgen, CT, MRT oder sonstigen apparativen Maßnahmen durchgeführt.

Im Einzelnen handelt es sich um:

  • Infiltrationen von Muskeln
  • Injektionen in Gelenke
  • Periphere und zentrale Leitungs- und Plexusanästhesien
  • Rückenmarksnahe Verfahren
  • Sympathikusblockade
  • Infusionen von Lokalanästhetika
  • Tumorschmerztherapie mit externen Pumpen

Im Sinne der Diagnostik werden schmerzauslösende Strukturen oder solche, die wahrscheinlich an der Schmerzgenese beteiligt sind, mit Hilfe örtlicher Betäubungsverfahren vorübergehend ausgeschaltet. Der Patient wird gebeten, genau zu registrieren und lückenlos zu vermerken, ob sich die Schmerzintensität ändert, unverändert bleibt oder ob sich ein schmerzfreies Intervall an die Injektion anschließt. Ist es möglich einen Schmerz durch die Gabe eines Lokalanästhetikums vorübergehend auszuschalten oder deutlich zu mindern, schließt sich eine sogenannte Serie von Injektionen in Verbindung mit anderen Behandlungen an.

Diese örtlichen Betäubungsverfahren können in nahezu jeder Körperregion zum Einsatz kommen. Sie werden zur Betäubung von Nerven, großflächigen Infiltrationen von Gewebebezirken oder gezielter Injektion an Gelenke, meist unter Einsatz von Röntgenkontrolle, eingesetzt. Unter anästhesiologischem Management werden vor allem sog. rückenmarksnahe Verfahren sowie Blockaden des sympathischen Nervensystems durchgeführt. Die lückenlose Überwachung während und nach den Eingriffen ist so immer sichergestellt.

In aller Regel werden die Lokalanästhesieverfahren sehr gut toleriert. Gelegentliche Kreislaufreaktionen können auftreten und sind meist harmlos. Durch die dauerhafte Präsenz der Anästhesieabteilung ist aber auch immer eine Versorgung von Patienten sichergestellt, die die Lokalanästhesieverfahren weniger gut vertragen. Bevor wir eine diagnostische oder therapeutische Lokalanästhesiemaßnahme bei unseren Patienten vornehmen, wägen wir die Indikation dieses Verfahrens sorgfältig ab und besprechen es in aller Regel auch im interdisziplinären Team. Unser Ziel ist es, die Lokalanästhesie mit anderen Behandlungstechniken wie z.B. krankengymnastische Übungsbehandlung, Mobilisierung oder Physiotherapie zu verknüpfen.

Bevor wir unseren Patienten die jeweiligen Maßnahmen vorschlagen, erfolgt ein sorgfältiges Aufklärungsgespräch. Wir verwenden dafür spezielle Aufklärungsformulare, die in der Regel Skizzen über das zu betäubende Gebiet enthalten. Wir weisen auf mögliche Komplikationen und Risiken hin und planen von vornherein eine gewisse Bedenkzeit für die Entscheidung des Patienten zwischen dem Gespräch und der durchzuführenden Maßnahme ein.

 

 

 
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