Tagesklinik
- Psychotherapie
Die Behandlung findet in einem verhaltenstherapeutischen
Rahmen statt. Dabei gehen wir von einem lösungsorientierten
Ansatz aus, d.h. Ziel ist es, gemeinsam mit dem Patienten
möglichst konkrete Hilfestellung im Umgang mit den Beschwerden
für den Alltag zu erarbeiten.

Diagnostik
Vor Beginn der Behandlung findet bereits im ambulanten
Rahmen eine psychologische Diagnostik statt. Diese stützt
sich vor allem auf eine ausführliche Exploration und
Anamnese, die Auswertung verschiedener psychometrischer Testverfahren
und der Vorbefunde sowie gegebenenfalls auf ein strukturiertes
klinisches Interview.
Ziele der psychologischen Diagnostik
sind im wesentlichen:
- Bedingungsanalyse auslösender, verstärkender
und aufrechterhaltender Faktoren des Schmerzgeschehens
- Beurteilung
der schmerzbedingten Beeinträchtigung
in den verschiedenen Lebensbereichen des Alltags
- Einschätzung
der bisherigen Schmerzbewältigung
- Diagnose psychischer
Komorbiditäten (z.B. Angst, Depression)
- differentielle
Indikation für eines der Behandlungsprogramme

Einzeltherapie
(1 bis 2 mal
wöchentlich)
Auf der Grundlage
des in der Eingangsdiagnostik erstellten Bedingungsmodells
findet die individuelle Situation des Patienten
Berücksichtigung. Der Patient lernt dysfunktionale und
schmerzaufrechterhaltende Muster durch hilfreichere Strategien
zu ersetzen.
Mögliche schmerzbedingte emotionale Beeinträchtigungen
(Angststörungen, Depressionen) werden durch spezifische
verhaltenstherapeutische Maßnahmen verringert. Der
Transfer des Erlernten in den Alltag wird vorbereitet und
durch einen ambulanten Nachfolgetermin gefestigt. Falls erforderlich
bieten wir auch Unterstützung bei der Empfehlung und
Vermittlung weiterführender ambulanter Therapiemöglichkeiten
an. 
Gruppentherapie
(3-4 mal wöchentlich)
Fester Bestandteil sind Inhalte
aus wissenschaftlich evaluierten Gruppenprogrammen für
Schmerzpatienten:
- Auslöser und Verstärker von Schmerzen
- Aufmerksamkeitslenkung
- kognitive Strategien (belastende
Gedanken und Gefühle
in Zusammenhang mit Schmerz verändern)
- Umgang mit schmerzbedingten
Beeinträchtigungen
- Schmerzverhalten und Reaktion der
Umwelt
- Reduktion von Bewegungsangst (fear avoidance)
- Balance
von Ruhe und Aktivität
- Akzeptanz, bessere Krankheitsbewältigung
- Genuss und
Lebensqualität
- Transfer in den Alltag und Rückfallprophylaxe
Ergänzt wird dieses Programm durch für Schmerzpatienten
häufig relevante Themen aus anderen bewährten verhaltenstherapeutischen
Programmen, die je nach Indikation eingesetzt werden können:
- Schlafstörungen
- Stressbewältigung
- Umgang mit Ärger
- Angstbewältigung
- Depression
- soziale Fertigkeiten (z.B. Neinsagen können)

Entspannung
(3-4 mal wöchentlich)
Neben dem Jacobson-Training (Progressive
Muskelrelaxation) vermitteln wir weitere Methoden der Entspannung
und Schmerzbeeinflussung,
wie z.B.
- Spontan-Entspannung (Kurz-Entspannung in Stress-Situationen)
- Imagination
- Atemübungen
- hypnotherapeutische Techniken

Biofeedback
Biofeedback bietet die Möglichkeit, verschiedene Körpervorgänge
(wie z.B. Muskelanspannung, Herzfrequenz, Hauttemperatur,
Atemfrequenz, elektrodermale Aktivität) zu messen und
sichtbar zu machen. Der Patient kann lernen, diese Körpervorgänge
gezielter zu beeinflussen und seine Körperwahrnehmung
zu verbessern. In Abhängigkeit vom Schmerzbild kommt
Biofeedback sowohl in der Einzel- als auch der Gruppentherapie
zum Einsatz.
|