Geschichte
Am 01.01.1907 eröffneten der Alice-Frauenverein und der Kreisverein
des Deutschen Roten Kreuzes auf dem Albansberg in Mainz ein Krankenhaus,
das zu Ehren der Großherzogin Alice von Hessen und bei Rhein den
Namen Alice-Heim erhielt. Es war Belegkrankenhaus und nahmüberwiegend
gynäkologisch zu behandelnde Patientinnen und Hals-, Nasen- und
Ohrenkranke auf. In seiner wechselvollen Geschichte, die u.a. auch durch
die vollständige Zerstörung durch einen Bombenangriff am 27.02.1945
geprägt ist, wuchs das Haus bis zum Jahr 1956 zu einem funktionalen
und für damalige Verhältnisse modernen 100-Bettenhaus der Allgemeinversorgung
heran.
Die fachliche Qualifikation, die gute Pflege und nicht zuletzt
die exponierte Park-Lage machten „Das Alice“ zum
beliebtesten Mainzer Krankenhaus. Noch heute wissen alte „Meenzer“,
wo das „Alice“ zu finden ist und haben sofort
eine Geschichte oder Anekdote dazu parat.
Am 28.2.1981 schließlich musste angesichts des allgemein
steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen auch das Alice-Krankenhaus
als Belegkrankenhaus schließen. Allerdings
nahm schon wenige Tage später das Schmerz-Zentrum Mainz
seine Tätigkeit in den baulich veränderten Räumen
auf.
Das DRK Schmerz-Zentrum Mainz (SZM) wurde 1981 durch Initiative
und unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. H.-U. Gerbershagen
als Modellklinik der Bundesregierung und des Landes Rheinland-Pfalz
zur Behandlung chronisch Schmerzkranker eingerichtet. 1994 konnte ein großzügiger neuer OP-Trakt mit aseptischem OP und einem ambulanten Operationssaal für orthopädische und neurochirurgische Operationen und Interventionen in Betrieb gehen. 2001 wurde als weiterer Baustein des Schmerztherapieprogrammes die Tagesklinik als Neubau hinzugefügt.
Nach 22-jähriger Tätigkeit, in dem sich das DRK Schmerz-Zentrum Mainz bundesweit den Ruf eines überregional führenden Schmerzzentrums erworben hat, übergab Professor Gerbershagen zum 01.01.2004 die Leitung an Prof. Hans-Raimund Casser. Als Orthopäde und Rheumatologe wird er das interdisziplinäre Konzept der Klinik unter besonderer Berücksichtigung akuter wie auch chronischer muskuloskelettaler Schmerzerkrankung weiter fördern.
Das Schmerz-Zentrum ist heute im Landeskrankenhausplan mit
80 stationären Betten und 20 tagesklinischen Plätzen
ausgewiesen. Träger des Schmerz-Zentrums ist die DRK
Krankenhausgesellschaft mbH Rheinland-Pfalz.
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